Stress durch zu viel Sport
Stress kennt jeder. Aber wusstest du auch, dass zu viel Sport schwere Folgen für deine Gesundheit und deinen Stresspegel haben kann? Und wie wird man Stress wieder los? Wir erklären dir, wie Stress entsteht und wie du ihn wieder loswirst.
Wir alle hatten schon einmal Stress. Wegen der Arbeit, der Beziehung, einer heiklen Situation oder einer unangenehmen Krankheit. Aber wusstest du auch, dass zu langes oder zu häufiges Sporttreiben für Stress sorgt? So kann zu viel Sport letztendlich dazu führen, dass du zunimmst, sich dein Immunsysteem verschlechtert und deine allgemeine Kondition rapide nachlässt. Ein ausgewogener Lebensstil ist daher von großer Bedeutung, um gesund durchs Leben zu gehen.
Wie funktioniert Stress?
Jeder Körper zeigt jeden Tag Formen von Stress. Stress ist in einem normalen Maße gesund und sorgt dafür, dass wir die Dinge tun können, die wir tun müssen (sprich: morgens aufstehen, Sport treiben, hart arbeiten). Alles mit einem „zu“ davor ist meistens schlecht für dich, so auch zu viel Stress (auch Anspannung genannt). Zu viel Stress wird unter anderem durch übermäßige Anspannung, Frustration oder eine negative Erfahrung oder Situation wie einen zu hohen Arbeitsdruck oder ein traumatisches Erlebnis verursacht.
Unsere Nebennieren spielen eine wichtige Rolle beim Umgang mit Stress. Die Nebennieren produzieren aus unserem Cholesterin (das ebenfalls im Gleichgewicht gehalten werden muss) einen Stoff namens Cortisol, der im Moment von Stress als Reaktor auftritt. Er versetzt unseren Körper in die Lage, schnell Energie verbrauchen zu können, wodurch wir aufmerksam sind und mit gefährlichen Situationen umgehen können. Cortisol gleicht die Energiedefizite aus, die in stressigen Situationen durch den wohlbekannten Stoff Adrenalin entstehen. Gleichzeitig erhöht Cortisol den Blutzuckerspiegel, wodurch Abnehmen schwieriger ist und dein Energielevel stark schwanken kann.
It’s yoga time!
Alle Körperprozesse funktionieren am besten, wenn sie perfekt ausbalanciert sind. Weder zu viel Cortisol noch zu wenig also. Mit ein paar einfachen Anpassungen deines Lebensstils verhinderst du eine hohe Cortisolproduktion oder bringst deinen Körper bei zu viel Stress wieder gut ins Gleichgewicht:
Yoga
Yoga ist eine besondere Sportart, bei der Körper und Geist eng zusammenarbeiten. Durch die Kontrolle des Geistes befähigst du dich selbst dazu, deinen Körper zu kontrollieren. Beim Yoga kennt dein Körper keine Stressreaktionen, wodurch die Cortisolproduktion minimiert wird. Einfach gesagt schaffst du mit Yoga Ruhe in deinem Körper, wodurch dein Stresspegel sinkt.
Rhythmus
Sorge für einen guten Tag- und Nachtrhythmus: Morgens muss dein Körper die größte Menge Cortisol produzieren, abends die geringste. Stehe pünktlich auf, schlafe ausreichend, sorge tagsüber für genügend Tageslicht und schaue vor dem Schlafengehen nicht (zu viel) auf blaue Bildschirme unter anderem von deinem Smartphone oder Tablet.
Nicht zu viel Sport treiben
Treibe nicht zu lange und nicht zu oft hintereinander Sport. Dein Körper produziert während eines Workouts Cortisol, weil du überdurchschnittlich aktiv bist. Zu langes Sporttreiben (länger als 45 Minuten) zorgt für eine große Menge Cortisol in deinem Körper. Das Gleiche gilt für zu häufiges Sporttreiben hintereinander (häufiger als an zwei aufeinanderfolgenden Tagen). Lieber extreme, aber kurze Anstrengung als lang andauernde Anstrengung.
Stimulanzien vermeiden
Alkohol, Drogen, Koffein und Thein sind Beispiele für Stimulanzien. Für viele sind dies Mittel, um gerade ruhig zu werden oder Stress abzubauen. Leider funktioniert das in der Realität genau umgekehrt: Sie erhöhen vielmehr die durchschnittliche Cortisolproduktion in deinem Körper. Energy-Drinks, Kaffee und Erfrischungsgetränke stimulieren die Cortisolproduktion und machen dich „extra wachsam“, obwohl das nicht nötig ist. Du täuschst deinen Körper, da die Cortisolproduktion ursprünglich dazu gedacht ist, aufmerksam auf Bedrohungen und gefährliche Situationen reagieren zu können.
Alkohol macht dich nicht gerade „extra wachsam“, aber Alkohol entzieht deinem Körper Feuchtigkeit, wodurch er austrocknet und in den Stressmodus gerät, was eine erhöhte Cortisolproduktion zur Folge hat. Alkohol sorgt also für Stress.
Gesunde Ernährung hat großen Einfluss
Für ein gesundes Gleichgewicht in deinem Körper ist ein gesundes Essverhalten essenziell. So kann eine ungesunde Ernährungsweise zu instabilen Cortisolwerten führen, und umgekehrt kann sich eine gesunde Ernährung positiv auf deinen Stresspegel auswirken. So helfen die Vitamine B5, B11 und C dabei, deine Cortisolwerte zu stabilisieren. Also viel Obst und Gemüse essen, und weg ist der Stress!